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Logo der Gemeinde Noer   Gemeinde Noer im Dänischen Wohld an der Ostsee  
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Zahlreiche Hünengräber (in verschiedenen Formen) und Funde (Werkzeuge) auf unserem Gemeindegebiet zeugen von einer Besiedlung in der jüngeren Steinzeit (etwa um 2000 v. Chr.) bzw. der Steinbronzezeit (1800 v. Chr.).
Im Erdbuch des dänischen Königs Waldemar von 1231 wurde unser Gebiet als Kongslev bezeichnet, also als Krongut. Es war ein riesiges Waldgebiet, das wegen seiner Dichte den Namen "Isarnho (altsächsisch) = der eiserne Wald" trug.

Reliefbild des Schlosses Noer

Die Zugehörigkeit zu Dänemark drückte sich später in dem Namen "silva danica" (dänischer Wald) aus. Daran erinnert noch heute die Bezeichnung für unsere Region als "Dänischer Wohld". Nach 1260 dringen Bauern aus Holstein, Niedersachsen und Westfalen in das Gebiet ein und beginnen die Besiedlung.  

Aus dieser Zeit stammt auch der Name für die Gemeinde. Der Ortsname "Noer" geht von der niederdeutschen Bezeichnung für "Nor" oder "Nür" für Abhang / Steilküste / Fels aus. Diese Deutung findet sich auch in Nürburg oder Nürnberg. Im Namen "Lindhöft" finden wir als Hauptbestandteil den Baumnamen "Linde". Daneben enthält der Name im 2. Teil das niederdeutsche Wort für "höft / hoved" für "Haupt" als Bezeichnung für einen Landvorsprung (Höftland).

Drei große Epochen prägten die Gemeinde:

  1. Die Familie Ahlefeldt (beginnend mit Wulf Ahlefeldt zu Noer und Grönwohld, 1396 - 1424) für ca. 200 Jahre.
  2. Wulff Brockdorff und sein Sohn Joachim (etwa 1680 - 1763).
  3. Die Familie des Prinzen Friedrich Emil August von Schleswig-Holstein-Sonderburg-Augustenburg-Noer (*1800) bis in die Gegenwart.

Noer war seit der Ahlefeldtschen Zeit eine Gutsherrschaft, ein Güterdistrikt, ein selbständiges Territorium mit Grund-, Gerichts- und Erbherrschaft bis hin zur Leibeigenschaft. 1928 wurde dieser Herrschaftsbereich aufgelöst, und Noer wurde eine eigene, selbständige politische Gemeinde mit Bürgermeister und Gemeindevertretung.

 
Ausführliche Beschreibung der Geschichte der Gemeinde und des Schlosses Noer als pdf-Datei (bitte hier klicken).
 
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